Noten fallen wie Regentropfen und beschleunigen sich, während sich die Wolken zusammenziehen. Die Klaviermelodie fließt in elektronische Klanglandschaften; die Bäume werden dichter, die Reise tiefgründiger. Belle Chens Album „Ravel In The Forest“ entführt den Hörer durch uralte Wälder, stille Lichtungen und tropische Baumkronen. Die in London lebende Pianistin und Komponistin mit Wurzeln in Taiwan und Australien verwischt die Grenzen zwischen klassischer und elektronischer Musik. Bei ihren Solo-Konzerten verfolgt sie dabei einen eigenwilligen, aber dennoch einfühlsamen Ansatz des musikalischen Geschichtenerzählens mit Einflüssen von Maurice Ravel, Ryuichi Sakamoto und Joe Hisaishis melodischer Süße. Synthesizer, virtuoses Klavierspiel und frei fließende Improvisationen verbinden sich zu einem sinnlichen und berührenden Sound.
NEST – Die Reihe vom PIANEO – FESTIVAL FÜR NEOKLASSIK möchte im Auditorium vom LWL-Museum für Kunst und Kultur einen temporären Geborgenheitsraum für leise Töne und besonders intime Konzerte entstehen lassen. Mit einem bewusst reduzierten Set-up versuchen NEST-Konzerte ein fragiles Live-Erlebnis zu ermöglichen. In der Mitte des Raumes steht umgeben von wenigen warmen Lichtquellen ein Flügel. Das Publikum macht es sich rund um die Künstler*innen (auf dem Boden und am Rand auf vorhandenen Stühlen) mit mitgebrachten Decken, Kissen und Unterlagen gemütlich. Getränke und Snacks dürfen ebenfalls gerne mitgebracht werden (kein Verkauf vor Ort), so dass sich das Nest mit etwas Geselligkeit aufwärmen kann.